Unseren Elektromotor – einen Ringpropeller – konnten wir selbst einbauen.
Es war uns wichtig, möglichst wenig vom alten Rumpf zu verletzen. Ein 30mm Loch war das höchste der Gefühle.

Beim Langkieler kann der Motor nur hinter das Ruderblatt oder es müssen zwei Motoren weiter vorne an den Kiel. Eine Lösung, die wir auch gerne einmal ausprobieren möchten.
Der Motor-Flansch benötigt eine Auflagefläche, die man leicht aus Holz anfertigen kann.

Dann werden die Kabel durchgesteckt und der Motor festgeschraubt. Genau so einfach wie es klingt.

Der Regler wird im Heck versteckt, wo er noch genügend Luftkühlung bekommt. Das Kabel zum Motor sollte so kurz wie möglich sein.

Die Batterie darf dann schon etwas weiter entfernt sein. Obacht, jeder Meter ist schwer, teuer und kostet auch etwas an Energie (Ohmscher Widerstand). Wir haben die Batterie mit 37kg vor den Mast gestellt, das ergibt schon 6m Kabel.

Die kleine Bleibatterie ist für die Navigationsinstrumente und die Pumpe, die auf 12V laufen. Der rote Schalter ist der Hauptschalter und es gibt noch eine Schmelz-Sicherung. Beides sollte so nah wie möglich an der Batterie sein.
An einer geeigneten Stelle kann dann die „Batterie-Lade- und Kontrolleinheit“ (grauer Kasten) und das eigentliche Ladegerät (rot) angebaut werden. Rechts neben den Steckdosen ist der Solarladeregler für die 12V Batterie mit Schaltpanel für Logge, Navigationslichter, Pumpe und Autopilot.

Wenn wir den Landanschluss einstecken, beginnt das Laden automatisch und schaltet sich bei eingestellter Maximalspannung vollständig ab. Der Landanschluss kann auch einfach getrennt werden. Wir laden so gut wie nie. Die Batterie mag es am liebsten, wenn sie weder voll noch leer ist. Also laden wir nur vor einer größeren Tour, wenn wir wissen, dass wir auch etwas verbrauchen werden. Nach dem Segeln laden wir auch nie, sondern dann eher vor dem Segeln. Wir lassen auch den Landanschluss nie gesteckt, wenn wir wegfahren, was aber gut möglich wäre. Insgesamt ein sehr einfaches System.
Das mitgelieferte Bedienpanel passt nicht so richtig zum Gaffeldrachen. Das werden wir wohl noch ändern. Hier würde uns ein old-School Gashebel besser gefallen.

Er wurde 2020 durch einen schönen Maschinentelegrafen ersetzt:

STOP, SLOW, HALF, FULL sagen dir mehr als 900U/Min oder 1200U/Min und man hat sofort ein Gefühl für die Drehrichtung und Leistung. Im Inneren ist ein gekapselter Winkelgeber aus dem Automobilzulieferbereich verbaut. Auf weitere Anzeigen kann verzichtet werden. Akku Daten können bei Bedarf über einen Victron Smart Schunt am Mobiltelefon abgerufen werden.

